Survival

Mit dem Begriff Survival wird das Leben mit und in der Natur als Überlebenstraining bezeichnet.

Überleben wollen...
...hat die höchste Priorität.

Wir verbinden damit:

das Überleben mit und in der Natur, natürlichen und unterschiedlichsten unnatürlichen Situationen die uns fordern können. Das Erkennen und Beurteilen von Gefahrensituationen wird gesondert geschult. Unter den Zeichen der Natur lernt der Survivalist, sich in einer natürlichen Umgebung zurechtzufinden.

Dem Begriff Survival folgen fundamentierte Sachbegriffe und Kenntnisse über die Umwelt. Sie beinhalten u.a. Grundkenntnisse der Astronomie zum Zwecke der Orientierung, richtiges Verhalten bei Notfällen, Erste Hilfe, die Handhabung von selbsterstellten Geräten, Herstellung von Hilfsmitteln, Pflanzenkunde und vieles mehr. Um Überleben zu wollen benötigen wir Motivation, Einsatzwillen und Kooperationsbereitschaft. Dazu gehört auch ein körperliches Training, um die Widerstandskraft, die Ausdauer und die Geschicklichkeit zu Fördern und zu Stärken.

Der Survival im unbekannten Gelände stellt hohe Anforderungen. Denn die Wahl des Platzes ist nicht freigestellt. Eine unnatürliche Situation kann überall, auch im Dunkeln stattfinden. Die Vielfalt der Situationen ist groß und erfordern ein gezieltes Training um sich erfolgreich behaupten zu können.

Ein Spezialgebiet in der Survivalausbildung ist die Waffenkunde. Diese Ausbildung ist umfangreich. Nur genaue Kenntnis schützt uns vor ungewollten Schaden. Die Ausbildung erfolgt stufenweise, wobei die Schwierigkeitsgrade immer höher werden und der Einsatz immer größere Anforderungen an uns stellt.

Jeder Teilnehmer versichert automatisch mit seiner Meldung zum Seminar und der Ausbildung sportgesund und belastbar zu sein, eine ärztliche Untersuchung über seinen körperlichen Zustand ist auch im Interesse des Survivalist und dessen Erziehungsberechtigten. Der Befund muss im Sportpass eingetragen sein. Haftungen seitens des Veranstalters und des Ausrichters sind ausgeschlossen. Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung. Regressansprüche sind ausgeschlossen.

Auch im Survival werden Prüfungen abgelegt. Sie dokumentieren den Leistungsstand des Schülers. Die Dauer des Abstandes von Prüfungen legt der Schüler selber fest. Fleiß, Motivation und Einsatzwillen sind die entscheidenden Kriterien, ob ein Schüler zu Prüfung zugelassen wird. Nur der Trainer/Lehrer schlägt Schüler für die nächste Prüfung vor. Mindestabstand von Prüfung zu Prüfung 6 Monate. Bei herausragenden Leistungen ist das Überspringen eines Schülergrades möglich. Survivalisten anderer Bereiche können sich nach Absprache einstufen lassen. Ausbildungen von Armeen, Polizei und Bundesgrenzschutz können nach Prüfung der originalen Unterlagen übernommen werden. Prüfungen werden nach den jeweils gültigen Prüfungsregularien abgenommen.

Nachfolgende Ausbildungsziele werden ausgebildet:

1) Ausrüstung
Bekleidung - Gepäck - Spezialausrüstung - Überlebensutensilien - Gürtel - Messer - Prioritäten - Was sollte man immer dabei haben - Pionier-Päckchen

2) Das Biwak
Der Bau von Unterkunft mit und ohne Hilfsmittel - Untergrund - Unterlage - Sicherung - Platzauswahl - Naturschutz - Erweiterung des Biwakplatzes

3) Feuer
Wärme - Kochen - Signal - Anlegen - Auswahl und Sicherheit einer Feuerstelle - Feuerholz - Feuer löschen und entfernen - Zunderarten - Feuer bei schlechtem Wetter - Hilfsmittel zum Anzünden

4) Ernährung
Pflanzenkunde - Haltbarmachung - Zubereitung von Tee und Nahrung - Trinkwassergewinnung - Aufbereitung - Fallenbau - Waffenherstellung - Jagen - Jagdrecht und Naturschutz - Schlachten - Fischen - Geschmacksprobe - niedere Tiere - überwinden von Ekel - Zubereitungsarten - Nutzung der nicht eßbaren Teile

5) Orientieren
Kartenkunde - Kartenarten - Legende - Maßstab - Einordnen - Schätzen und Messen von Entfernungen, Breiten, Höhen und Tiefen - Bedeutung von Höhenlinien - Zeichnen von Wegeskizzen- Kompaßarten - Ermitteln von Marschzahlen - Laufen nach Marschzahlen - Peilen - Umgehen von Hindernissen - Orientierung mit und ohne Hilfsmittel

6) Überwinden von Hindernisse
Kletterübungen mit und ohne Hilfsmittel - Unfallsicherungen - Seilübungen - Abseilen - Knotenkunde - Materialauswahl - Seilbrücken - Leiterbau - Fluß-, Schnee- und Sumpfüberquerungen - Floßbau - Zeltbahnpaket

7) Erste Hilfe und Notfälle
Unfallmeldung:wann, wo, wie viele , was, ich heiße - Verbinden - Schienen Schutzmaßnahmen gegen Kälte, Regen, Sonne, Nässe - Vermeidung von Unfällen - Verantwortung - besondere Rechte - Definition Notfall - Transportmitteln und Gehhilfe Bau - Behandlung von einfachen Krankheiten durch Akupressur, Shiatzu, autogenes Training - Physische Unterstützung zum Durchhalten


Bevor ein Survivaltraining beginnt, erfolgt eine Einweisung, in der die Übungsteile und Aufgaben besprochen und dann praktisch umgesetzt werden. Alle Teilnehmer werden noch einmal darauf hingewiesen, dass alle Übungen freiwillig sind und jeder dem Anderen alle nur erdenkliche Hilfe zukommen läßt, um Unfälle zu vermeiden. Das Erklären von Sicherheitsbestimmungen erfolgt gesondert an jeder Station.