Bushido

Bushido, heisst wörtlich übersetzt "Weg des Kriegers".

Dieser Begriff war ein Ehrenkodex der Samurai aus dem 17. Jahrhundert
und steht unter anderem für Gerechtigkeit und Ehrenhaftigkeit,
Mut und Verachtung des Todes, Mitleid mit allen Wesen,
Höflichkeit und Respekt, Aufrichtigkeit. "Bushi" heißt auch "Samurai".
Es ist ein unausgesprochener und ungeschriebener Kodex,
ein Gesetz also, das im Herzen eines jeden Samurais geschrieben stehen sollte.
Bushido bedeutet, das eigene Leben dem Wohl seines Herrn zu weihen.

Loyalität ist die hervorstechendste und erstrebenswerteste Eigenschaft,
die sich bis zum eigenen Tod erstreckt, denn sie setzt vom Beginn an die
Bereitschaft voraus, für die Sache zu stehen und zu sterben.

"Die schönste unter allen Blüten ist die Kirsche.
Der edelste unter den Menschen ist der Samurai."

Seit im 12. Jahrhundert die Samurai die tragende Macht in Japan wurden,
entsprach dieser Spruch dem Symbol des Samuraigeistes.
Die Kirschblüte ist nicht nur eine Symbolisation Japans,
sondern sie ist das Ebenbild der Samurai.

Junyu Kitayama schreibt dazu:
"Wenn die Sonne in die azurne Mitte des blauen Himmels aufgestiegen ist,
beginnen die Kirschbäume, ihr Blütengewand lautlos abzuwerfen und sich in die
letzte Stunde des Blütentodes zu begeben.
Die Tragik des Unterganges, die den Menschen wehmütig rührt
und manchem Dichter schmerzliche Klagelieder entlockte,
wird in der Natur lebendig.
Aber dem japanischen Herzen ist dieses die feierlichste Stunde.
Der Höhepunkt des Lebens ist der Tod.
Der Abschied vom Ich, auf dem Höhepunkt des Lebensglanzes.
Wie bei der fallenden Kirschblüte ist für den Samurai der Schmuck
seines Daseins, den er ohne Klang und Jammer trägt."